Bitte beachten:

Am 24.12. und 31.12. findet keine Sprechstunde statt! 

 

Wir haben unser Team wegen der ständig steigenden Patientenzahl um eine weitere Tierärztin verstärkt und begrüßen Dr. Martina Anduleit in der Kleintiersprechstunde in Barth. 

Blutegeltherapie

                                                                                                                                       

Medizinische (das heißt sterile) Blutegel, werden vielfältig in der Tiermedizin angewendet. Sie ergänzen die konventionelle Behandlung oder können als alleinige Therapie nach tierärztlicher Diagnose angewendet werden. Ihre Speichelinhaltsstoffe (z.B. Hirudin) werden während des ca. 30-minütigen Bisses in das Gewebe abgegeben und wirken nachhaltig entzündungshemmend, schmerzstillend, bakterizid und lymphabflussfördernd. Dabei ist das Ansaugen der Egel für die Tiere nicht schmerzhaft, da beim Biss auch eine lokal betäubende Substanz ausgestoßen wird.

Jeder Egel saugt etwa 10-20ml Blut und ist danach für ca 1-2 Jahre gesättigt. Genauso viel Blut fließt nach der Behandlung durch die blutverdünnenden Inhaltstoffe des Speichels nochmals aus der Bisswunde. 

 

Einsatzgebiete sind: Sehnen-, Fesselträgerschaden, Schleimbeutel- und Sehnenscheidenentzündung: Genickbeulen, Stollbeule, Piephacke, andere Gallen, Akute Hufrehen, Arthrosen und Thrombosen, Hämatome, schlecht heilende Wunden, Abszesse, Phlegmone, Lipome. 

 

 

 

 

Warmblutstute mit Achillessehnenschaden, Kurbengalle und aus-geprägter Piephacke. Neben der konventionellen Therapie wurden in wöchentlichen Abständen Blutegel angesetzt. 

Nach der Behandlung fließt noch mehrere Stunden Blut aus den Bisswunden. Der Umfang des Sprunggelenks reduzierte sich schon nach dem ersten Ansetzen um 3 cm und die Stute war im Schritt lahmfrei. Im weiteren Verlauf nahm die Piephacke weitere 3 cm an Umfang ab und auch die Kurbengallen verkleinerten sich. Mittlerweile wird die Stute wieder schonend bewegt und aufgebaut.